Die Physiotherapeutin und Psychologin
Catherine Goumoens Pfister arbeitete drei Jahre in einem Frauenprojekt in Cochabamba im Auftrag des
Interteam Schweiz. Wiñay
Pacha, ein kleines Nebenprojekt, wurde speziell von der Weltgruppe
Möhlin unterstützt.
Foto: C. Järmann
Neben einem Projekt in El Alto, wo im 2003 schwere Unruhen weit über das
Land hinaus die Problematik des kleinen Andenstaates wieder vor
Augen führten, ist ein Projekt in Oruro eines der
Schwerpunktprojekte das die Weltgruppe Möhlin seit 2004 unterstützt.
Auszug aus einem Rundbrief von Catherine:
Oruro ist eine Minenstadt von
heute um die 400'000 Einwohner, die durch die Ausbeutung von Zinn in der
Vergangenheit zu einem gewissen Wohlstand gelangte. Aber da in den 80-er
Jahren die bolivianischen Minen, zum Teil auch durch die staatliche
Misswirtschaft, immer unrentabler wurden und eine grosse Anzahl von ihnen
geschlossen werden mussten, verarmte Oruro mehr und mehr. Heute leidet die
Stadt unter einer grossen Armut, genau so wie alle andern Städte
Boliviens. Und wie immer, wo Arbeitslosigkeit und Armut zunehmen, nimmt
auch die Gewalt in der Familie zu. Bis vor kurzem gab es in Oruro, ausser
der überall schlecht funktionierenden Frauenpolizei, keine Institutionen,
welche gewaltbetroffenen Frauen beistehen. Mitte letztes Jahr öffnete nun
ein kleines Frauenhaus im Norden der Stadt seine Tore, und im Januar haben
wir im Westen mit der Beratungsstelle begonnen.
Lage Boliviens in Südamerika
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