20 Jahre für eine
gerechtere Welt
sk. Den
zahlreich anwesenden Mitgliedern und Gästen (darunter einem Gast aus
Tschechien). konnte der Präsident Stefan Schwarz an der Jahresversammlung
vom 6. Februar von einer erfolgreichen Tätigkeit im vergangenen Jubiläumsjahr
berichten. Die Einnahmen erreichten mit 44'000 Franken fast das Doppelte
gegenüber dem Vorjahr. Zum guten Ergebnis beigetragen hat einerseits die
grosse Spendefreudigkeit, die Mitgliederbeiträge (10 Neueintritte), Erlöse
aus Veranstaltungen und Beiträge der Kirchgemeinden.
Projektgebundene Spenden
Anderseits
erhielt die Gruppe eine Spende des gemeinnützigen Frauenvereins von
10'000 Franken zugunsten des Bildungszentrums „CESER“ für behinderte
Kinder im Tschad.
Eine grössere
Spende der reformierten Kirchgemeinde ist für ein Aidshilfe-Projekt in
Tanzania, Afrika, bestimmt.
Namhafte
Beiträge ergab auch die Informationstätigkeit von Catherine v. Goumoëns
an verschiedenen Orten, auch bei ihrer Verwandtschaft und bei Freunden. Es
sind projektgebundene Spenden für die Beratungsstelle für traumatisierte
Frauen und deren Familien in Oruro, Bolivien. Catherine v. Goumoëns ist
Hauptbeteiligte beim Aufbau dieser Beratungsstelle und arbeitet dort als
Psychologin.
Projekte 2004
Das
Budget sieht Ausgaben von 41'000 Franken vor, wovon für Administration
(Porti, Jahresbericht) nur Fr. 700.-- eingestellt sind.
Unterstützt
werden dieses Jahr 9 grössere und einige kleinere Projekte. Zu den grösseren,
bisherigen, gehören neben den erwähnten: Schutz und Eingliederung
von Strassenkindern in Paraguay, Kolumbien und Mexiko, Schulunterricht für
Kinder in Ecuador, Hilfe für gewaltgeschädigte Mädchen und Gewaltprävention
in Bolivien, sowie neu eine Blindenmission in Afrika.
Inlandarbeit
Neben der Unterstützung von Projekten will die
Gruppe auch der Öffentlichkeitsarbeit vermehrt Aufmerksamkeit schenken.
Dazu ist auf den 2. Mai eine Veranstaltung mit Amnesty International und
dem Weltladen Rheinfelden geplant.
Neue Kassiererin
Der
abtretende Kassier Karl Eiermann erhielt herzliche Dankesworte vom Präsidenten
und dem Revisor Felix Müller-Mändli für seine langjährige vorzügliche
Arbeit. Zur Nachahmung darf das Gewinnen des Nachwuchses empfohlen werden!
Mit grossem Applaus wurde Karin Eiermann ins Kassiersamt gewählt. Auch
die übrigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt.

lnr: Stefan Schwarz, Präsident; Vladimir (Gast aus
Tschechien); Karin Eiermann, Finanzen (gewählt an der GV); Karl Eiermann,
bis 2003 Finanzen; Susanne Kehl, Aktuarin
Anstelle
des angekündigten kleinen Imbisses zauberte die „Chnopfchuchi“ ein
vorzügliches mittleres Jubiläumsfestessen auf den Tisch.
© Basler Zeitung; 07.02.2004; Seite 30a
Volle Kasse bei der Weltgruppe Möhlin
Grund zur Freude gibt es für die Weltgruppe Möhlin.
Grosse Einnahmen im letzten Jahr ermöglichen Hilfsprojekte in diesem
Jahr.
Möhlin. dfm. In aller Stille hat die Weltgruppe Möhlin letztes Jahr ihren 20. Geburtstag
gefeiert. Grund zur Freude gab es genug, wie der Präsident der gemeinnützigen
Organisation, Stefan Schwarz, erklärte: «Rund 326 000 Franken konnte das
Hilfswerk in dieser Zeit an Bedürftige verteilen. Und im letzten Jahr
waren die Spenden-Einnahmen enorm und erreichten mit rund 44 000 Franken
fast das Doppelte gegenüber den Vorjahren.»
Bewirkt haben das hervorragende Ergebnis einerseits die Zunahme der
Mitglieder, andererseits eine vermehrte Spendefreudigkeit. Neben den
Mitgliederbeiträgen und den Spenden und diversen Veranstaltungen (z. B. Fiesta
Latina) speisen auch die Kirchgemeinden die Organisation mit einem
Beitrag.
Schutz für Strassenkinder
Die Weltgruppe Möhlin unterstützt neun
Projekte in Mittel- und Südamerika, in Afrika und in Tschechien. In
Kolumbien beispielsweise unterstützt Möhlin ein
Projekt zum Schutz und zur Rehabilitation von Strassenkindern und hilft
mit, Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren eine Wiedereingliederung zu
ermöglichen. Einem Hilfsprojekt in Paraguay für Unterhalt, Schulung und
Ausbildung von Kindern liess die Weltgruppe Möhlin
im letzten Jahr 3000 Franken zukommen. Und in Tschad finanziert sie gleich
drei Projekte mit, unter anderem ein Bildungszentrum für behinderte
Kinder. In Tschechien erhielt das Kolpingzentrum in der Nähe von Pilsen
einen Beitrag.
Sämtliche Projekte werden persönlich betreut und regelmässig überprüft.
Das schafft Vertrauen und dürfte mit ein Grund sein, für die Zunahme an
Spenden. «Die Leute wissen, dass das Geld ans rechte Ort kommt», betont
Stefan Schwarz. «Wenn wir keine klaren Rückmeldungen haben, oder nichts
mehr hören, unterstützen wir ein Projekt nicht mehr.»
Frauenhaus in Bolivien
Einige der grösseren Spenden, welche die Welt-Gruppe im letzten Jahr
erhalten hat, sind an ganz bestimmte Projekte gebunden. So sind
beispielsweise 7500 Franken explizit für das Frauenhaus in Oruru in
Bolivien reserviert. Im Gesamten hat die Weltgruppe Möhlin
40 000 Franken Ausgaben für das Jahr 2004 budgetiert, wie aus den
Aufstellungen ersichtlich ist. Und dies, notabene, bei einem minimalen
Administrationsaufwand von 700 Franken! 65 Mitglieder gehören zurzeit der
Organisation an, 10 mehr als im letzten Jahr. Einzelmitglieder zahlen
einen Jahresbeitrag von 50 Franken, Familien 80 Franken. Diese haben an
der Generalversammlung die Möglichkeit, direkten Einfluss zu nehmen auf
die Verteilung der Gelder.
Als Ziele für die nächsten Jahre wurden die vermehrte Öffentlichkeitsarbeit
und die Förderung der Einbindung der aktiven Mitglieder in die
verschiedenen Projekte genannt. «Die interessierten Mitglieder sollen
Erfahrungen sammeln, Projekte mitgestalten und Wissen weitergeben können»,
erklärte Stefan Schwarz.
Geplant ist für das Frühjahr auch eine Veranstaltung zusammen mit
Amnesty International und dem Weltladen in Rheinfelden.
|