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„Dritte Welt-Gruppe“ 25 Jahre jung
Der Besuch einer Ordensschwester aus dem
Tschad 1975 markierte den Anfang.
Sie berichtete über ihre Arbeit im
Augenspital Moundou, dem es an allem fehlte. Bei vielen Menschen stiess der
Hilferuf auf offene Ohren. Verbandsmaterial aus alten Leintüchern wurde genäht,
ausserdem Hilfsgüter und Geld gesammelt. Über Jahre erhielt das Augenspital
Unterstützung aus Möhlin. 1983 war es dann so weit: Nach acht Jahren gab sich
die Gruppe den Namen „Dritte Welt-Gruppe“.
Im Laufe der
Jahre sind viele weitere Projekte hinzugekommen. Entsprechend nahm der
Arbeitsumfang zu. Die ursprünglich aus der römisch-katholischen Pfarrei
erwachsene „Dritte Welt-Gruppe“
erkannte die Zeichen der Zeit und suchte die Zusammenarbeit mit Mitgliedern der
Schwesterkirchen. Vor 10 Jahren erfolgte eine weitere Öffnung:
Die ökumenische Gruppe konstituierte sich zu einem „politisch und
konfessionell unabhängigen“ Verein. Dadurch wurde die inhaltliche
Auseinandersetzung auf eine breitere Basis gestellt und zudem haben die
Mitglieder und Spender die Möglichkeit, ihre Spenden von der Steuer abzuziehen.
Welt-Gruppe
Am vergangenen Freitag hat die
Generalversammlung einer Namensänderung zugestimmt. Hintergrund dafür war, dass
sich immer mehr Mitglieder am ideologischen Gebrauch des Begriffs „Dritte Welt“
stiessen. Suggeriert er doch eine Skala, in der die „erste Welt“ ganz oben
steht. Aus diesem Grund haben sich bereits viele entwicklungspolitische
Organisationen und Hilfswerke davon verabschiedet. Sich für die Anliegen der
„Einen Welt“ zu engagieren heisst für die „Weltgruppe Möhlin“, neben den
Projekten in Afrika, Lateinamerika und Asien, den „klassischen
Entwicklungsländern“, auch kleinere Projekte in Osteuropa zu unterstützen.
Daneben kommt dem „Projekt Bewusstseinsbildung“ in Möhlin ein besonderer
Stellenwert zu. Unter dem Motto „Bewusst läbe – gewusst wie“, wurden im Jahr
2006 verschiedene Stolperanlässe zu Themen der weltweiten Gerechtigkeit
durchgeführt. Sie dienten vor allem dazu, den Spielraum des persönlichen
Handelns auszuleuchten. Ausgehend vom friedlichen Zusammenleben
unterschiedlicher Kulturen über den eigenen Lebensstil bis hin zu ökologischen
Fragestellungen und Fairem Handel wurden viele Impulse für das eigene,
alltägliche Handeln gegeben. Am Bettagsgottesdienst 2007 wurde mit dem Auftritt
des FAIRmobils besonders der Faire
Handel akzentuiert, der in vielen Bevölkerungskreisen noch nahezu unbekannt ist.
Dies zu ändern hat sich die „Weltgruppe Möhlin“ für das Jahr 2008 vorgenommen.
Herzlichen Dank
An dieser Stelle sei den Mitgliedern, den
Spenderinnen und Spendern, und allen, die das Anliegen einer gerechteren Welt
umtreibt, ganz herzlich gedankt. Es war auch im vergangenen Jahr möglich, durch
die eingegangenen Spenden die Projekte im budgetierten Umfang zu unterstützen.
Über die Vorhaben, die der Vorstand für 2008 vorschlug, wurde informiert und
nach einem kurzen Austausch von der Versammlung einstimmig genehmigt.
Wahlen
Mit Applaus und einem kleinen Geschenk
würdigten die Anwesenden Felix Müller-Maendlis Arbeit als Revisor. In dieses Amt
neu gewählt wurde sein Nachfolger Urs Schneider. Für das Vicepräsidium, das nach
dem Rücktritt von Maria Angeles Nardella einige Zeit vakant war,
stellte sich Markus Bläsi zur Verfügung. Die Generalversammlung dankte
dem übrigen Vorstand mit einem herzlichen Applaus für die geleistete Arbeit und
unterstrich so seine Wiederwahl. Stefan Schwarz, nunmehr
Präsident der „Weltgruppe Möhlin“
erhielt einen speziellen Dank und ein Geschenk für seine treuen Dienste
während ungezählter Jahre.
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Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:
Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit
Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit
begegnen.
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