GV 2008

Weltgruppe Möhlin

 

 „Dritte Welt-Gruppe“ 25 Jahre jung

 

Der Besuch einer Ordensschwester aus dem Tschad 1975 markierte den Anfang.

Sie berichtete über ihre Arbeit im Augenspital Moundou, dem es an allem fehlte. Bei vielen Menschen stiess der Hilferuf auf offene Ohren. Verbandsmaterial aus alten Leintüchern wurde genäht, ausserdem Hilfsgüter und Geld gesammelt. Über Jahre erhielt das Augenspital Unterstützung aus Möhlin. 1983 war es dann so weit: Nach acht Jahren gab sich die Gruppe den Namen „Dritte Welt-Gruppe“.

 

Im Laufe der  Jahre sind viele weitere Projekte hinzugekommen. Entsprechend nahm der Arbeitsumfang zu. Die ursprünglich aus der römisch-katholischen Pfarrei erwachsene  „Dritte Welt-Gruppe“ erkannte die Zeichen der Zeit und suchte die Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Schwesterkirchen. Vor 10 Jahren erfolgte eine weitere Öffnung:  Die ökumenische Gruppe konstituierte sich zu einem „politisch und konfessionell unabhängigen“ Verein. Dadurch wurde die inhaltliche Auseinandersetzung auf eine breitere Basis gestellt und zudem haben die Mitglieder und Spender die Möglichkeit, ihre Spenden von der Steuer abzuziehen.

 

Welt-Gruppe

Am vergangenen Freitag hat die Generalversammlung einer Namensänderung zugestimmt. Hintergrund dafür war, dass sich immer mehr Mitglieder am ideologischen Gebrauch des Begriffs „Dritte Welt“ stiessen. Suggeriert er doch eine Skala, in der die „erste Welt“ ganz oben steht. Aus diesem Grund haben sich bereits viele entwicklungspolitische Organisationen und Hilfswerke davon verabschiedet. Sich für die Anliegen der „Einen Welt“ zu engagieren heisst für die „Weltgruppe Möhlin“, neben den Projekten in Afrika, Lateinamerika und Asien, den „klassischen Entwicklungsländern“, auch kleinere Projekte in Osteuropa zu unterstützen. Daneben kommt dem „Projekt Bewusstseinsbildung“ in Möhlin ein besonderer Stellenwert zu. Unter dem Motto „Bewusst läbe – gewusst wie“, wurden im Jahr 2006 verschiedene Stolperanlässe zu Themen der weltweiten Gerechtigkeit durchgeführt. Sie dienten vor allem dazu, den Spielraum des persönlichen Handelns auszuleuchten. Ausgehend vom friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen über den eigenen Lebensstil bis hin zu ökologischen Fragestellungen und Fairem Handel wurden viele Impulse für das eigene, alltägliche Handeln gegeben. Am Bettagsgottesdienst 2007 wurde mit dem Auftritt des FAIRmobils besonders der  Faire Handel akzentuiert, der in vielen Bevölkerungskreisen noch nahezu unbekannt ist. Dies zu ändern hat sich die „Weltgruppe Möhlin“ für das Jahr 2008 vorgenommen. 

 

 

Herzlichen Dank

An dieser Stelle sei den Mitgliedern, den Spenderinnen und Spendern, und allen, die das Anliegen einer gerechteren Welt umtreibt, ganz herzlich gedankt. Es war auch im vergangenen Jahr möglich, durch die eingegangenen Spenden die Projekte im budgetierten Umfang zu unterstützen. Über die Vorhaben, die der Vorstand für 2008 vorschlug, wurde informiert und nach einem kurzen Austausch von der Versammlung einstimmig genehmigt.

 

Wahlen

Mit Applaus und einem kleinen Geschenk würdigten die Anwesenden Felix Müller-Maendlis Arbeit als Revisor. In dieses Amt neu gewählt wurde sein Nachfolger Urs Schneider. Für das Vicepräsidium, das nach dem Rücktritt von Maria Angeles Nardella einige Zeit vakant war,  stellte sich Markus Bläsi zur Verfügung. Die Generalversammlung dankte dem übrigen Vorstand mit einem herzlichen Applaus für die geleistete Arbeit und unterstrich so seine Wiederwahl. Stefan Schwarz, nunmehr  Präsident der „Weltgruppe Möhlin“  erhielt einen speziellen Dank und ein Geschenk für seine treuen Dienste während ungezählter Jahre.

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Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:

Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

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Updated: 20 Dez 2009