|
Daule,
27. Juli 2003
Liebe
Gotte,
Ich
grüsse Sie und hoffe es geht Ihnen und Ihrer Familie gut.
Vielen
Dank für das Schächtelchen, das Sie mir gesendet haben; auch für
die fünf Dollar die ich erhalten habe – damit habe ich mir Unterwäsche
gekauft. Das Schächtelchen kann ich gut brauchen um die kleinen Sachen,
wie Haarbänder usw. hineinzulegen.
Die
techische Schule in der ich nun Schneiderin lehre heisst 'Ecuador
Amazonico'.
Im vierten Jahr kann ich eine andere Richtung wählen. Ich habe von 12:45
bis 17:30 Uhr Schule.
Meine
Mami Tere (Grossmutter) hat eine Nähmaschine (für gerade Naht) auf der
ich etwas üben kann.
Meine
Mutter, Maritza, hat einen neuen Mann und noch ein Kind bekommen; meine
beiden Brüder und meine Schwester wohnen auch hier bei den Grosseltern.
Mami Tere geht morgens Wäschewaschen, Reinigen, Bügeln oder andere
Sachen um etwas für unser Frühstück zu bringen.
Mein
Papi Guillo (Grossvater) geht auf Land arbeiten; er verdient als Knecht ca
3 $. Er bleibt oft die Woche durch dort, da das Geld nicht für den Hin-
und Rückweg reichen würde. Meine Mutter Maritza gibt uns 50 Cents pro
Tag damit wir auch etwas zum Essen haben. Ebenso kommt ein alter Mann der
Don Ernesto heisst ein bis zwei mal pro Woche
um uns etwas zu helfen. Manchmal bekommen wir nur eine Malzeit pro
Tag. Deshalb, liebe Gotte, bin ich sehr dankbar für Ihre Hilfe. Ich
verspreche Ihnen, mir Mühe zu geben meinen Beruf zu erlernen und so
meinen Eltern und Geschwistern auch helfen zu können.
Gott
möge Sie beschützen und für Ihr gutes Herz segnen. Hoffentlich können
wir uns einmal kennen lernen.
Bis
bald,
Ihre
Patenkind ....
|