C.E.S.E.R (d)

Weltgruppe Möhlin

 

Centre d’Education Spcialise pour Enfants Retards (CESER) in N’Djamna


Die Schule für geistig zurückgebliebene Kinder ist das neueste Projekt der Weltgruppe Möhlin.

1ere anne

2eme anne

Zu den Fotos: Die zwei Klassen der Jahre 1999: jüngere und ältere.


 


Frau Susanne Amez-Droz, CH - St-Blaise, schreibt uns:

Der Projektleiter Herr Adoum-Kidjim Naban (Sekundarlehrer in N’Djamna) ist zur Brief aus N'DjamnaZeit in der Schweiz, wo er bis Ende Oktober 99 eine Kurzausbildung in der Institution Les Perce-Neige absolviert, welche Tagesschulen, Heime und geschützte Werkstätten für geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene führt. Ich arbeite selbst in einer dieser Tagesschulen und kann nur feststellen, dass Adoum vom Direktor, wie von den Mitarbeitern sehr geschützt wird.

Er wurde mir auch von einer mir bekannten Missionarin (mit ca. 40 Jahre Afrikadienst, wovon 21 im Tschad) anempfohlen, welche schon seit längerer Zeit verschiedentlich mit ihm in N’Djamna arbeitet und ihn als sehr gewissenhaft, ehrlich und zuverlässig erlebt hat.

Adoum liess sich von der Tatsache berühren, dass für geistig behinderte Kinder wenig oder nichts getan wird in seinem Lande und dass diese oft ein kümmerliches Dasein fristen müssen, versteckt, eingesperrt, misshandelt, verachtet.

Mit interessierten Leuten hat er eine einheimische, interkonfessionnelle, staatlich und rechtlich anerkannte Trägergruppe gegründet, die Association S .I .L .O .E, deren Mitglieder sich verpflichtet haben die zu eröffnende sonderpdagogische Schulklasse durch regelmässige Beiträge zu unterstützen.

So konnte ein Lokal gemietet werden und die Klasse wurde am 17. November 1998 mit sehr bescheidenen Mitteln, aber mit viel Herz und Einsatz eröffnet. Es fehlt an allem um die ansteigende Zahl der Kinder aufzunehmen und heute suchen die Gründer Unterstützung für Miete oder Neubau von grösseren besser geeigneten Rumen, für die Anschaffung von Einrichtungsmaterial, Schulmaterial, heilpädagogischen Hilfsmitteln und vielem mehr.

Es ist auch wichtig, dass nach und nach Leute ausgebildet werden um diese neue Aufgabe so kompetent wie möglich anzugehen. Deshalb ist Adoum zur Zeit in der Schweiz.

Ein ehemaliger Missionar, heute in der Schweiz wohnhaft, hat Adoum die Möglichkeit erschaffen für einige Monate eine Kurzausbildung in der Schweiz zu absolvieren. Die Institution Les Perce-Neige übernahm die Aufenthaltskosten und die Tschader Regierung hat das Flugbillet bezahlt und Adoum einen verlängerten Urlaub gewährt.

Schon bald reist Adoum wieder in sein Land zurück. Es wäre schön, wenn er die Gewissheit mitnehmen könnte, dass eine oder mehrere Organisationen das Projekt auf irgendeine Weise unterstützen möchten.

Wir sind uns sicher einig, dass es sich hier um ein für Afrika aussergewöhnliches Projekt handelt, das mit einem nicht alltäglichen Einsatz entworfen und begonnen worden ist.

Mit freundlichen Grüssen und herzlichem Dank für ihre Bemühungen.

Susanne Amez-Droz

 
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Updated: 20 Dez 2009