|
| Projekt Ecole Pilote Internationale in
Gonaïves
Nach Jahrzehnte dauernden Diktaturen wurde Haitis Bevölkerung in den
letzten Jahren von Unwettern und Willkür gewalttätiger Banden heimgesucht.
Im Januar 07, 3 Jahre nach der Landung der UNO Blauhelmsoldaten, wurde die
Macht der kriminellen Banden gebrochen, nachdem Versuche zu Gesprächen
gescheitert waren. Die neue im letzten Sommer gewählte Regierung, die
politischen Parteien, die Privatwirtschaft und die Bürgergesellschaft setzen
sich nun ein, Haiti in einen Rechtsstaat zu verwandeln, die staatlichen
Institutionen wieder aufzubauen und die Korruption zu bekämpfen, also ein
Programm, das viel Zeit und viel Geduld brauchen könnte. Dass endlich in
dieser Richtung erste Schritte gemacht werden, ist anerkennungswert. In den
letzten Monaten wurde der desolate Zustand des Strassennetzes endlich
verbessert. Wer diesen in Dokumentarfilmen oder sogar in Wirklichkeit
gesehen hat, kommt aus dem Staunen nicht heraus.
Am wenigsten Optimismus verspürt man bei der armen Bevölkerung, die
jahrelang in bitterer Armut, Hunger und Angst ausharren musste. Für die
meisten armen Familien gibt es immer noch nur eine karge Mahlzeit am Tag,
wenn nicht jeden zweiten Tag. Die Arbeitslosigkeit beträgt 70%. Von den
Kindern zwischen 6 bis 12 Jahren besuchen nur 44 % eine Schule, auf dem Land
sogar unter 25 %.
Bericht 2009:
Ein herzliches
Dankeschön an alle, die auf irgendeine Weise ihre Solidarität für Haiti zum
Ausdruck bringen.
Das DEZA beziffert das Brutto-Inlandprodukt von Haiti in den letzten Jahren
auf minus 3,7 Prozent!
Die Leiterin der Ecole Pilote Internationale in Gonaives arbeitet seit 1992
dort und legt grossen Wert darauf, dass die ca. 250 SchülerInnen das
erworbene Wissen im praktischen Leben umsetzten und sich für ihr sehr armes
und von Naturkatastrophen bedrohtes Land einsetzen können.
Die Stadt Gonaives und ihre Region wurden Anfang September 2008 von den
Hurrikanen Hanna und Ike bis zu 5 Meter überflutet. Es gab zahlreiche Tote,
und eine Unmenge Schlamm wurde in den nächsten Monaten beseitigt. Erst am
13. Oktober 2008 konnte das Schuljahr 2008/2009 anfangen; es gab zwar immer
noch Kinder, die noch unmöglich ihr Wohnquartier verlassen konnten.
Die mutigen Lehrkräfte und SchülerInnen haben ihr Bestes gegeben und auf
einigen Ferientage verzichtet, sodass es bei den Prüfungen gute Resultate
gab.
Glücklicherweise konnte dieses Jahr der Schulanfang am 7. September
stattfinden. Seit dem 15. August machte eine tüchtige Gruppe Ausbesserungen
in der Einrichtung.
So hoffen wir sehr, dass die verwüstenden Hurrikane weiterhin ausbleiben und
wollen das gute und notwendige Projekt weiterhin mit unserer Hoffnung,
unserer Fürbitte und unser finanzielles Teilen mit den Ärmsten unterstützen.
Für Ihr Mitdenken, Ihre Fürbitte, für die Hoffnung, die Sie mit den oben
Er-wähnten und uns teilen, bedanken wir uns ganz herzlich Roselyne Renevey
|
| |
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:
Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit
Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit
begegnen.
mehr
...
|